Post   10. 02. 2019

Stefan Knopp

Die Produkte und einzigartigen Oberflächen sowie die nachhaltig durchdachte Arbeitsweise von Stefan Knopp entsprechen genau der Philosophie von Janua. 
Eine sinnvolle Kooperation — die Stefan Knopp Edition von und für Janua.


#stefanknopp

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Stefan Knopp versucht bei jedem Baum seine spezielle Geschichte heraus zu arbeiten und schafft somit Oberflächen die einzig„artig” sind.

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Möbel von Stefan Knopp sind ein echtes Erlebnis: In ihnen vereint sich in unverwechselbarer Art und Weise die natürliche Ausstrahlung des Werkstoffs Holz mit einer einzigartigen Oberflächenbearbeitung. Dabei wird die natürliche Struktur des Holzes nicht nur bewahrt, sondern viel mehr durch die Veredelung der Oberfläche noch stärker herausgearbeitet.


#eichegeköhlt


Interview mit Stefan Knopp

Sie arbeiten mit dem Werkstoff Natur, bezeichnen sie als Ihren Lehrmeister. Wie gelingt es Ihnen, die Energie und innere Kraft der Natur in Ihre Möbel zu übertragen?

Alles gründet wohl auf meiner Neugierde und auf der Faszination, die die Natur schon immer auf mich hatte. Schon als Kind habe ich Geschichten im Holz entdeckt – etwa, wenn ich bei meinen Großeltern war und auf deren Deckenverkleidung geschaut habe. Ich konnte dort Gesichter, Augen oder Figuren erkennen. Weil mich das Wesentliche und gerade auch das Verborgene im Holz bis heute begeistert, mache ich seine Geschichten über meine Tische sichtbar.


Sie sind auf Tische spezialisiert. Welche Bedeutung hat der Tisch für Sie?

Er bildet das Zentrum einer Familie. Dort wird gemeinsam gegessen, geredet und gefeiert. Tischen haftet aber auch etwas Heiliges an. Sie wurden als Altäre gebaut, worauf etwas dargeboten wird. Mir gefällt diese Symbolik, denn es macht mir Freude, meinen Gästen etwas anzubieten. Zudem: Ein Tisch bringt eine oft mehrhundertjährige Baumbiografie mit, die die Menschen fortschreiben, die ihn benutzen. Ein Tisch gehört besessen. Und begriffen.


Sie haben das Kohlen als Oberflächenveredelung aus der Mottenkiste geholt, zur Perfektion gebracht – und salonfähig gemacht. Was war dabei Ihre Größte Herausforderung?

Da sich Feuer nicht wirklich beherrschen lässt, war es spannend zu beobachten, was das Feuer von sich austut. Und was das Holz macht, wenn es mit Feuer in Berührung kommt. Die richtige Dosierung des Feuers war ein herausfordernder Prozess: Es sollte eine Metamorphose stattfinden, aber keine Zerstörung.


Mittlerweile kohlen Sie die Oberflachen der Tische nicht nur, Sie waschen sie auch. Ist Wasser weniger zerstörerisch als Feuer? 

So unterschiedlich Feuer und Wasser auch sind, eines haben sie doch gemein: Ihre Reaktion ist schwer absehbar – die von Wasser sogar noch schwerer als die von Feuer. Weil jeder Baum an einem anderen Platz gewachsen ist und unterschiedliche Nährstoffe vom Boden aufgenommen hat, lässt sich nicht vorhersagen, in welchem Farbton sich sein Holz nach dem Waschen präsentiert. Aus der Unterschiedlichkeit dann eine einheitliche Kollektion zusammenzustellen, ist nicht leicht.


Beim Kohlen kommt Feuer zum Einsatz, beim Waschen Wasser. Fehlen nach der Vier-Elemente-Lehre noch Erde und Luft... 

Für die neue Gold-Oberfläche für Janua arbeite ich Gesteinsglimmer mit ein – im weitesten Sinne also Erde. Und bei der Technik des Räucherns reagiert die Gerbsäure des Holzes mit Salmiak oder Ammoniak. Dabei ist Luft im Einsatz – womit wir bei den Oberflächenveredelungen alle vier Elemente abgedeckt hätten. 


Warum sollte man einen Tisch aus der Stefan Knopp Edition von Janua besitzen? 

Weil er in seiner Einzigartigkeit eine Geschichte mitbringt und - indem lebendiges Material individuell aufbereitet wurde - zum Zentrum eines Wohnraums wird. Der Tisch trägt die Kraft, die der Natur innewohnt, zu den Menschen – die sich letztlich ja nach dieser Ursprünglichkeit sehnen. 


(Das Gespräch führte Alexandra von Poschinger.)